Rassismus – und was ich damit zu tun habe?
Rassistisch? Das sind doch die Anderen, die in den rechten Parteien und die Neo-Nazis. Damit hast du nichts zu tun? Rassismus passiert allerdings auch in Kontexten, in denen sich Menschen als „tolerant“, „weltoffen“ und „antirassistisch“ beschreiben. Als rassistisch bezeichnet zu werden wird hier meist als Angriff auf die eigene Persönlichkeit empfunden. Und die meisten Menschen wollen auch tatsächlich niemanden verletzen. Doch reproduzieren viele eigentlich immer wieder selbst Rassismus und sehen viel zu oft weg. Statt mit dem Finger auf „die Anderen“ zu verweisen, geht es in dem Workshop „Rassismus – und was ich damit zu tun habe“ darum, sich selbstkritisch dem Rassismus im eigenen Umfeld zu widmen. Ziel ist es, Rassismus besser zu verstehen, um Rassismus aktiv bekämpfen zu können.
Der Workshop richtet sich explizit weiße Menschen ohne Rassismuserfahrungen und bietet einen inhaltlichen Einstieg in das Thema Rassismus für Menschen mit wenig Vorkenntnissen und Raum zum gemeinsamen Austausch und Lernen.
Der Workshop bietet einen inhaltlichen Einstieg in das Thema Rassismus für Menschen mit wenig Vorkenntnissen und Raum zum gemeinsamen Austausch und Lernen. Der Workshop ist für 4 Stunden konzipiert und kann online oder in Präsenz stattfinden. Es können grundsätzlich 8 bis 15 Personen teilnehmen. Über andere Rahmenbedingungen können wir natürlich auch sprechen
Der Workshop ist in drei Themenblöcke aufgeteilt:
1) Rassismus verstehen
- Kolonialisierung
- Rassistische Sozialisierung, Rassismus auf verschiedenen Ebenen und in seinen Ausformungen (Mikroaggressionen, Exotisierung, Ethnopluralismus)
- Rassistische Sprache
2) Rassismus und was ich damit zu tun habe
- Weißsein
- Privilegien
- Weiße Zerbrechlichkeit
3) Rassismus bekämpfen
- Rassismuskritisch im Alltag
In dem Workshop wechseln sich Inputphasen im Plenum und Gruppenarbeitsphasen ab, um sowohl Inhalte präsentieren zu können, als auch Raum für den Austausch in der Gruppe zu bieten.
Ein 4-stündiger Workshop reicht natürlich nicht, um alle Facetten von Rassismus zu besprechen. Das muss er allerdings auch gar nicht. Rassismuskritik ist nichts, was man einmal lernt und dann mit dem Thema „fertig“ ist. Teilnehmende sollen ihre eigene rassistische Sozialisierung besser verstehen und so Rassismus im Alltag eher dekonstruieren können.
Als weiße Person über Rassismus zu lernen, kann sehr unangenehm sein. Ich unterstütze die Teilnehmenden dabei, mit Gefühlen wie Wut, Scham, Trauer oder Hoffnungslosigkeit umzugehen.
